Materialien
Allgemeines
Um dir ein individuelles Produkt zu ermöglichen und dein Sammelobjekt ganz nach deinen Vorstellungen zu präsentieren, greifen wir hauptsächlich auf die 3D-Drucktechnik und hierbei insbesondere auf das sogenannte "Fused Deposition Modeling" (FDM) zurück. Hierbei werden Kunststoff-Stränge unter gleichzeitiger Bewegung von Düse und Druckbett zu einem dreidimensionalen Objekt verschmolzen. Aus diesem Grund beschränkt sich unsere Materialauswahl derzeit im Wesentlichen auf "druckbaren" Kunststoff - auch wenn hier technologisch einiges passiert und wir die Möglichkeiten, insbesondere bei nachhaltigeren Rohstoffen, ständig evaluieren.
Bei den Kunststoffen für FDM wächst die Bandbreite stetig, sei es nun Material für besondere mechanische Eigenschaften und hoher Witterungsbeständigkeit, oder für dekorative Aspekte mit besonderen optischen oder taktilen Eigenschaften. Wir wollen dir nachfolgend einen kleinen Überblick verschaffen, um dir die Auswahl deines Materials zu erleichtern.
Wir verwenden für unsere Drucke ausschließlich Kunststoff namhafter Hersteller wie PolyMaker, BambuLab oder SUNLU und nutzen Filament-Recycling Programme.
PLA
PLA (Kurzform für Polylactid) ist der Dauerbrenner unter den Filament-Kunststoffen. Seine hervorragende Druckbarkeit und soliden mechanischen Eigenschaften bewirken, dass er der unangefochtene Spitzenreiter unter den Kunststoffen im Consumer-Bereich ist. Außerdem gilt er durch seine chemische Struktur als biologisch abbaubar. Sofern nichts weiter angegeben wird kann man üblicherweise bei 3D-Druck-Erzeugnissen davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Kunststoff auf PLA-Basis handelt.
Doch PLA ist nicht gleich PLA - die große Verbreitung dieses Materials hat dazu geführt, dass es verschiedenste Variationen gibt. Sei es die Einbindung von Kohlestoff-Fasern, um die mechanische Festigkeit und Oberflächenqualität zu optimieren, Einbringung spezieller Farbpigmente, um Farbverläufe, "Glow-in-the-Dark" Fluoreszenz und Marmorierung zu erzeugen oder gar Holzverbindungen - es gibt mittlerweile sozusagen nichts, was es nicht gibt.
Sind Variabilität, Druckbarkeit und biologische Abbaubarkeit ausgesprochene Stärken von PLA, so seien auch die Schwächen hervorgehoben: Insbesondere Witterungseinflüsse (Temperatur und Sonnenlicht, Luftfeuchtigkeit) machen dem Material sichtbar zu schaffen und es ist grundsätzlich davon abzuraten, es für den Außenbereich oder Standorte mit häufiger direkter Sonneneinstrahlung zu verwenden. Auch den mechanischen Eigenschaften sind Grenzen gesetzt, gilt PLA in seiner Grundform doch als recht spröde.
Für Dekorationsobjekte im Innenbereich wiederum ist das Anforderungsprofil ideal und PLA kann seine Stärken voll ausspielen.
ASA
Sucht man nach druckbaren Kunststoffen für den Außenbereich, so stößt man unweigerlich auf ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Copolymere). Dieses Material macht einen deutlich besseren Job wenn es darum geht, Witterungseinflüssen Stand zu halten. Natürlich sind auch hier Grenzen gesetzt, handelt es sich doch auch um ein Thermoplast. Die Glastemperatur, die den Übergang vom harten in den weichen Zustand charakterisiert, liegt üblicherweise in der Größenordnung von 100 °C. Gegenüber den 45 bis maximal 65 °C bei PLA ist das ein gewaltiger Unterschied.
Die genannten Eigenschaften machen ASA zum idealen Werkstoff für funktionale Komponenten im Außenbereich.
PETG
Beschreibung PETG.
Acrylglas
Acrylglas (Polymethylmethacrylat) nimmt in dieser Liste eine Sonderstellung ein, da wir es nicht mit dem 3D-Drucker in Form bringen, sondern die Glasscheiben als Zukaufteil bereits maßgeschneidert erwerben.
